Trinkwasseraufbereitung – interaktiv
Vom Regentropfen zum Wasserhahn
Erleben Sie die Trinkwasseraufbereitung nach dem „Düsseldorfer Verfahren“ mit Hilfe unseres interaktiven Lernspiels. Der Weg des Wassers, vom Regentropfen bis zum Wasserhahn, wird anschaulich und leicht verständlich erklärt. Viele Bilder, Zusatzinformationen und Animationen verdeutlichen den gesamten Prozess und erklären Schritt für Schritt, wie gesundes Trinkwasser zu Ihnen nach Hause kommt.
Wichtiger Hinweis
Wenn Sie die Trinkwasser-Animation vollständig nutzen möchten, müssen Sie Adobe Flash installiert haben. Zudem sollte JavaScript aktiviert sein. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie diese beiden Funktionen aktivieren, oder wenn beide Technologien bei Ihnen nicht verfügbar sind, finden Sie nachfolgend alle Informationen aus der Animation in Textform.
Wasserkreislauf
Sonnenwärme und Verdunstung
Wasser aus Bächen, Seen, Flüssen und Meeren verdunstet durch die Wärme der Sonne. Es bildet sich in der Atmosphäre Wasserdampf, aus dem Wolken entstehen. Sie werden vom Wind über weite Strecken transportiert. Durch diesen Ortswechsel gibt es regenreiche und regenarme Gebiete.
Wasserspeicher Ozean
Die Ozeane sind die größten Wasserspeicher der Erde, sie bedecken den größten Teil der Erdoberfläche, deshalb verdunsten sie auch mehr Wasser als alle Seen und Flüsse zusammen.
Wo der Regen herkommt
Je höher der Wasserdampf steigt, desto kühler wird die Luft. Ab einer bestimmten Temperatur zieht sich das Wasser zu kleinen Tröpfchen zusammen und kondensiert. Die Wassertröpfchen bilden große Wolken und werden dabei immer größer. Werden sie zu schwer, regnet es. Wenn es sehr kalt ist, erstarren die Tropfen zu Hagel oder zu Schnee. Am Boden schmelzen Eis und Schnee wieder zu Wasser. Dort kann es entweder in der Erde versickern oder es fließt in Flüssen und Bächen ins Meer. Ein Teil des Wassers verdunstet auch schon, bevor es das Meer erreicht.
Der blaue Planet
Fast drei Viertel der Erdoberfläche (71 Prozent) ist von Wasser bedeckt. Deshalb wird unsere Erde auch oft als „blauer Planet“ bezeichnet. Rund 1,5 Milliarden Kubikkilometer beträgt die Wassermenge auf der Welt. Von diesem ungeheuer großen Vorrat geht nicht ein einziger Tropfen verloren.
Der ewige Wasserkreislauf
Das Wasser bewegt sich im Kreis. An der Erdoberfläche verdunstet es in die Luft und fällt anschließend als Niederschlag wieder auf den Boden zurück. Das ist der Wasserkreislauf.
Grundwasser aus Flüssen
Flusswasser versickert im Untergrund und fließt langsam zu den Pumpen der Wasserwerksbrunnen. Dieses natürlich gefilterte Wasser wird dann als Uferfiltrat bezeichnet.
Das Grundwasser schützen
Wenn es regnet, versickert ein Teil des Regenwassers im Boden. Der Boden hält dabei wie ein Filter den Schmutz zurück, den das Wasser in der Luft und auf der Erdoberfläche aufgenommen hat. So wird aus dem versickernden Regenwasser sauberes Grundwasser. Um diesen natürlichen Reinigungseffekt zu erhalten, ist es sehr wichtig, dass wir unsere Umwelt - die Landschaft und ganz besonders Flüsse, Bäche und Seen - sauber halten.
Kühles Nass frisch aus den Wasserwerken
Die Wasserwerke sorgen dafür, dass Trinkwasser jederzeit ins Haus kommt und sauber ist. Du kannst es trinken und viele andere Dinge damit machen. Das Wasser, das du gebraucht hast, wird in Klärwerken wieder gereinigt. Dann fließt es in den Wasserkreislauf zurück. So geht kein Tropfen verloren.
Wasserwiederaufbereitung
Der Weg des "Rohwassers"
Brunnen entlang des Rheinufers fördern Rohwasser, das zu einem kleineren Anteil aus Grundwasser und zu einem größeren Anteil aus sogenanntem Uferfiltrat besteht. Das Wasser versickert am Boden in der Mitte der Rheinsohle und fließt ganz langsam in Richtung der Brunnen in der Nähe des Ufers. Auf seinem mehrwöchigen Weg fließt es durch bis zu 30 Meter dicke Sand- und Kiesschichten und wird durch natürliche Reinigung deutlich sauberer.
Brunnen sammeln Rohwasser
Das in den Wasserwerksbrunnen gewonnene sogenannte Rohwasser wird nach dem "Düsseldorfer Verfahren" mit Ozon und Aktivkohle aufbereitet – einem langjährig erprobten Verfahren, das für eine sichere und einwandfreie Trinkwasserversorgung sorgt.
Brunnen am Rhein
Die Brunnengalerie des Wasserwerkes Flehe. Hier wird dem Grundwasserleiter Rohwasser entnommen, um es anschließend zu Trinkwasser aufzubereiten.
Das Wasserwerk "Am Staad"
Das nördliche Wasserwerk „Am Staad“ liegt in der Nähe des Messegeländes. 1931 wurde es in Betrieb genommen. Die Wasseraufbereitung mit Ozon und Aktivkohle startete 1961. Jedes Jahr werden hier rund 15 Mio. Kubikmeter (m³) Trinkwasser produziert. Auch das linksrheinische Notwasserwerk „Lörick“ wird von hier aus gesteuert.
Das Wasserwerk in Lörick
Das Wasserwerk in Lörick dient als Reserve für die linksrheinischen Stadtgebiete.
Das Wasserwerk "Flehe"
Das Wasserwerk „Flehe“ liegt in der Nähe der Heinrich-Heine- Universität. Dort begann im Jahr 1870 die zentrale Wasserversorgung in Düsseldorf. Die Wasseraufbereitung mit Ozon und Aktivkohle wurde 1967 in Betrieb genommen. In mehreren Brunnen entlang des Rheinufers wird Rohwasser gesammelt, das im Wasserwerk aufbereitet wird. Jedes Jahr werden von hier aus rund 10 Millionen Kubikmeter (m³) bestes Trinkwasser auf die Reise zum Kunden geschickt.
Das Wasserwerk "Holthausen"
Das Wasserwerk „Holthausen“ ist im Düsseldorfer Süden. Hier wird seit 1964 Wasser aufbereitet, das gegenüber auf der anderen Rheinseite in Dormagen-Stürzelberg in den Brunnen gewonnen wird. Das größte Wasserwerk bereitet jedes Jahr über 20 Mio. Kubikmeter Rohwasser zu frischem Trinkwasser auf. In Holthausen werden auch zahlreiche Proben in unserem Labor untersucht, so dass wir jederzeit eine einwandfreie Trinkwasserqualität gewähren können.
Wasser ist immer da
Ein Schwenk an der Mischbatterie, und angenehm perlt Wasser aus dem Duschkopf, ein Druck auf die Taste der Waschmaschine und Wasser fließt in die Trommel. Das nasse Element steht immer zur Verfügung. Drei Wasserwerke in Flehe, „Am Staad“ und in Holthausen versorgen Tag für Tag über 600.000 Menschen in Düsseldorf, Mettmann und Erkrath mit frischem Trinkwasser. So erreichen in einem Jahr über 50 Mio. Kubikmeter (m³) Trinkwasser unsere Kunden.
Das Wasserleitungsnetz
Das Düsseldorfer Leitungsnetz ist rund 1.800 Kilometer lang, das entspricht der Strecke Düsseldorf - Mailand. Zwei Speicheranlagen auf der Hardt und am Sandberg, die mit dem Leitungsnetz verbunden sind, sorgen dafür, dass immer genügend Trinkwasser für alle zur Verfügung steht.
Wasser für Mettmann und Erkrath
Die Stadtwerke Düsseldorf versorgen auch die Bürger von Mettmann und die Stadtwerke Erkrath mit frischem Trinkwasser.
Wiederaufbereitung von Wasser
Trinkwasser für Düsseldorf
Der Rhein ist Trinkwasserspender für über 30 Millionen Menschen. Seine Wasserqualität hat sich seit den siebziger Jahren sehr stark verbessert. Heute gibt es sogar wieder Lachse im Rhein.
Natürlich gereinigtes Uferfiltrat
Wasser versickert am Boden in der Mitte der Rheinsohle. Auf seinem mehrwöchigen Weg durch bis zu 30 Meter dicke Sand- und Kiesschichten wird das Wasser natürlich gereinigt, bevor es die Brunnen der Wasserwerke erreicht: Kies und Sand wirken als mechanischer Filter, der Schmutz- und Trübstoffe zuverlässig zurückhält. Außerdem bewirken die Lebewesen in der Bodenzone eine weitere Reinigung des Wassers durch Abbau unerwünschter Wasserinhaltsstoffe. Dieser biologische Prozess bewirkt auch, dass die Filterwirkung des Bodens immer erhalten bleibt.
Grundwasser von der Landseite
Auch von der Landseite fließt den Brunnen der Wasserwerke Grundwasser zu, dass bereits mehrere Jahre im Untergrund unterwegs war und ebenfalls durch natürliche Prozesse gereinigt wurde. Die Anteile des landseitigen Grundwassers und des Uferfiltrats variieren in Abhängigkeit vom Rheinwasserstand.
Vom Brunnen ins Wasserwerk
In der Nähe der Wasserwerke sind Brunnen, die entlang des Rheinufers ein Rohwasser fördern, das zu einem kleineren Anteil aus landseitigem Grundwasser und zu einem größeren Anteil aus Uferfiltrat besteht. Aus diesen Brunnen wird das Rohwasser mit Pumpen zur Aufbereitung ins Wasserwerk geleitet.
Düsseldorfer Verfahren
Das Rohwasser wird nach dem bewährten „Düsseldorfer Verfahren“ mit Ozon und Aktivkohle im Wasserwerk aufbereitet. Die einzelnen Aufbereitungsschritte des Verfahrens sind hervorragend aufeinander abgestimmt.
Ab ins Netz
Ein ca. 1.800 Kilometer langes Leitungsnetz durchzieht das Versorgungsgebiet. Beginnend an den Wasserwerken mit Rohren von rund anderthalb Metern Durchmesser verästelt sich das Netz, bis es in jedem einzelnen Haus den Kunden erreicht. Hier sind die Trinkwasserleitungen nur noch etwa fingerdick.
Ansicht einer Wasseraufbereitungsanlage
Aus Rohwasser wird Trinkwasser
Das Rohwasser, das in den Brunnen gesammelt wurde, wird ins Wasserwerk gepumpt.
Ozonzugabe
Das Ozon wird zunächst nur einem kleinen Teil des aufzubereitenden Wassers unter Druck zugegeben. Durch Druckentspannung im Kontaktbehälter entstehen feine Gasbläschen aus Ozon, die sich rasch mit dem übrigen Wasser vermischen.
Kontaktbehälter
Zunächst wird das Wasser beim Durchströmen eines Kontaktbehälters mit Ozon (O3) versetzt. Das ist die dreiwertige, hochaktive Form des Sauerstoffs. Ozon hat eine stark oxidierende Wirkung und wandelt organische und anorganische Stoffe zu flockenartigen Gebilden um, die sich später gut abfiltrieren lassen. Gleichzeitig werden Geruchs- und Geschmacksstoffe, welche die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigen können, zuverlässig zerstört. Eventuell im Rohwasser enthaltene Bakterien werden durch das Ozon außerdem abgetötet.
Katalysator
Das überschüssige Ozon, das aus dem Wasser in die Luft entweicht wird mit Hilfe eines Katalysators in ungefährlichen Sauerstoff umgewandelt.
Reaktionsbehälter
In einem Reaktionsbehälter wird das ozonierte Wasser noch für etwa 30 Minuten zur Nachreaktion gespeichert. Hier können auch bislang noch nicht erfasste Substanzen mit dem Ozon reagieren. Aus diesem Behälter entweicht das restliche Ozon über einen Katalysator und wird als normaler Sauerstoff wieder in die Luft zurückgegeben.
Entsäuerung
Im Wasser sind geringe Mengen an Kohlensäure gelöst. Ist zu viel Kohlensäure im Wasser, nennt man das Wasser aggressiv. Es wirkt kalklösend und kann somit auf Dauer die Rohrleitungen angreifen. Um zu verhindern, dass Wasser mit zu viel Kohlensäure durch die Leitungen strömt, wird durch Gasaustausch die überschüssige (aggressive) Kohlensäure aus dem Wasser entfernt. Dazu fließt das Wasser an Düsen vorbei, die große Mengen Luft in das Wasser blasen. Anschließend wird das Wasser in einem Zwischenbehälter gesammelt.
Restozonvernichter
Das überschüssige Ozon, das aus dem Wasser in die Luft entweicht, wird mit Hilfe eines Katalysators in ungefährlichen Sauerstoff umgewandelt.
Zwischenbehälter
Der Zwischenbehälter dient als Vorlagebehälter für die Netzpumpen. Kleinere Differenzen zwischen der geförderten Rohwassermenge und der abgegebenen Trinkwassermenge können durch diesen Zwischenspeicher ausgeglichen werden.
Die Netzpumpen
Die Netzpumpen erzeugen den notwendigen Druck, um das Trinkwasser von den Wasserwerken bis zu dem Wasserhahn der Kunden zu transportieren.
Aktivkohlefiltration
Der nächste Aufbereitungsschritt ist die Filtration. Dazu wird das Wasser in einen mit zwei Filterschichten gefüllten Stahlbehälter gepumpt. Beim Sickern durch die obere, 1,5 Meter dicke Schicht werden kleinere Schwebstoffe sowie größere Flocken entfernt. Gleichzeitig werden organische Substanzen mikrobiologisch abgebaut. Wenn sich die Filterwirkung nach einiger Zeit erschöpft, wird das Filtermaterial gewaschen.
Adsorption an Aktivkohle
Die zweite, 2,5 Meter dicke, Schicht besteht aus Aktivkohle. Das ist ein sehr feines und besonders poröses Granulat mit einer riesigen Oberfläche, an der sich unerwünschte Inhaltsstoffe anlagern können. Sie werden von der Kohle adsorbiert. Eine Messerspitze der Aktivkohle (ca. 1g) hat eine Oberfläche, die ungefähr so groß ist wie ein Fußballfeld. Wenn 50 Prozent der Aktivkohle zugesetzt ist, wird sie schon durch frische Aktivkohle ersetzt.
Phosphat und Silikat
Bevor das Trinkwasser in das 1.800 km lange Verteilungsnetz auf den Weg zum Kunden geschickt wird, werden noch geringe Mengen Phosphat und Silikat zudosiert. Dies schützt die Rohrleitungen vor Korrosion (Rost). Abschließend kommt noch ein wenig Chlordioxid hinzu, damit das Trinkwasser auf dem Weg zum Kunden nicht verkeimen kann. So erhalten Sie immer einwandfreies Trinkwasser.
1800 Kilometer Netz
Am Wasserwerksausgang wird das Trinkwasser regelmäßig kontrolliert. Es erfüllt nun alle Anforderungen, die an ein gutes Trinkwasser gestellt werden. Von hier aus wird es über ein verzweigtes Rohrleitungsnetz bis in jedes Haus im Versorgungsgebiet transportiert.
Alles bequem online erledigen: Zählerstand erfassen, Bankverbindung ändern, Rechnung ausdrucken und mehr
weitere Informationen
Login - SelfService
Für unsere Kunden:
Stadtwerke Düsseldorf Journal
Das Stadtwerke Düsseldorf Journal informiert Sie spannend rund um das Thema Energie.
Zum Journal
Umwelt Management
Seit 1998 halten die SWD AG das Zertifikat für ihr Umwelt-Management-System nach DIN EN ISO 14001
Mehr zum Umwelt Management
